2017

Das Ich ist kein Ich ohne ein du
Das Du ist kein Du ohne ein ich
Dann sind wir zwei Ich und zwei du
Dann sind wir vier

Zwei erkunden Momente des Zusammenseins – nehmen sich wahr, schauen sich an, spiegeln einander. Sind sie einer? Sind sie zwei? Sie kommen zusammen, gehen auseinander. Wer bin ich, wenn ich mich nie so sehen kann, wie du mich siehst?

Die bildende Künstlerin Alexandra Dementieva (Brüssel/New York), hat bereits 2011 mit dem HELIOS Theater zusammengearbeitet. Für „GEGENÜBER“ hat sie eine interaktive Videoinstallation entwickelt. Dazu kommen spielerische Texte über das Ich und das Du von Autor Steffen Moor.

Pressestimmen

Wie Menschen sich begegnen

...

Überraschende Videoprojektionen, rhythmische Texte und sich wie ein Ritual wiederholende Bewegungen – Kinder und Erwachsene gehen mit „Gegenüber“ auf einen humorvoll-philosophische Reise zu grundlegenden Fragen menschlicher Begegnung.

Während manch Erwachsener mit fragendem Blick da saß, gingen die Kinder vollkommen unvoreingenommen an die Sache heran und beobachteten fasziniert, was sich auf der recht karg eingerichteten Bühne tat. Wie aus einem synchronen Gleichschritt ein leichter Verzug, ein Innehalten, ein Zweifel und ein Hinterfragen wird. ...

„Gegenüber“ ist eine Zusammenarbeit mit der in Brüssel und New York lebenden bildenden Künstlerin Alexandra Dementieva. ... Dementieva beschäftigt sich in ihren Videoinstallationen seit vielen Jahren mit Fragestellungen der Sozialpsychologie. Ebenfalls zum zweiten Mal ist Steffen Moor als Autor mit dabei: Nach der ruandisch-deutschen Koproduktion „Our House“ (2016) hat er nun den Text für „Gegenüber“ geschrieben. Darin komponiert er die Worte klangvoll zu einem spielerischen Dialog. ...

Temporeiche Wortwechsel

Für Michael Lurse und Marko Werner ist „Gegenüber“ bereits die sechste Produktion, in der sie gemeinsam auf der Bühne stehen. Die beiden sind ein eingespieltes Team und stürzen sich lustvoll in temporeiche Wortwechsel und präzise synchronisierte Bewegungsabläufe. Bewundernswert ist dabei, wie intensiv und glaubwürdig sie ihre Rollen spielen. Regisseurin Barbara Kölling bringt die verschiedenen Kunstformen zu einer dichten und vielschichtigen Theaterinszenierung über gegenseitige Wahrnehmung und menschliche Begegnung zusammen. ...


Sabine Begett

Westfälischer Anzeiger | 25.09.2017

Foto: Marko Werner

PRODUKTION - Details

Text | Steffen Moor - Regieassistenz | Laura  Frölich - Theaterpädagogik |  Vera Grugel, Nina Weber

GEGENUBER

(UA)

Vom Wesen der Freundschaft


Salzburg. Videoinstallationen, stark abstrahiertes Spiel und Bühnenbild – kann so Theater für Kinder funktionieren? Eskann, und das sogar hervorragend. Das Gastspiel des Theater Helios im Salzburger Toihaus Theater sorgte mit „Gegenüber“ vor kleinem und großem Publikum für Lacher und spannende Momente.


Das Stück, das die Geschichte zweier Freunde erzählt, von ihrer Suche nch Identität und dem Wesen ihrer Beziehung zueinander, spielte mit ritualisierten Dialogen und eindrucksvollen interaktiven Filmprojektionen. Am Ende durften auch die Kinder und ihre Eltern mit auf die Bühne und spielten begeistert mit der wie Magie erscheinenden Software der Videos – ein Experiment, modernes experimentelles Theater für Kinder zu zeigen, das beim Publikum gut ankam. Zwei Männer, einer jung, einer älter sind biede in neutrale weiße Anzüge gekleidet (Marko Werner und Michael Lurse). Freudig und gleichzeitig handeln sie nach der immer gleichen Zeremonie: Sie grüßen ins Publikum, steigen auf Stühle, betrachten ihr Gesicht als Projektion einer Videokamera übergroß an der Wand. Einmal geht das so, zweimal, dreimal – doch auf einmal durchbricht einer der beiden die Routine, geht andere Wege, probiert neue Handlungen und Sätze aus.


Der ander ist entrüstet, will ihm wieder zurückbringen. Es entsteht eine Suche nach Identität und Freiheit, die die beiden in ferne Wälder und ins Weltall führt und sie sich selbst sowie den anderen entdecken lassen, bis sie erkennen, das sie gleichzeitig den eigenen Weg gehen und miteinander befreundet sein können, ohne völlig gleich zu sein. Die Inszenierung von Barbara Kölling (Text: Steffen Moor, Assistenz: Laura Fröhlich) zeigt in klarer Bildersprachedie Akzeptanz von Vielfalt in menschlichen Beziehungen und fodert spielerisch dazu auf, eigene Identität zu suche und zu leben. Die auf den ersten Blick befremdlich wirkenden Videokameras und Leinwände bieten die Möglichkeit, kreative Bildwelten aufzutun (Videokonzept: Alexandra Dementieva, Sorfware: Yacine Sebli) und vermittelt geradezu magische Erlebnisse.

Die mit wenigen weißen Sitzwürfeln ausgestattete Bühne und die stilistische Sprache machen neugierig und regen das Publikum an, den Sinn im Tun der beiden Spieler zu suchen – ein mitiges Theaterexperiment, das junge Zuseher ernst nimmt und auch für Erwachsene bereichernd ist.


Frederik Friesenegger

Reichenhaller Tagblatt | 08.04.2019


  1. Galway | Irland

  2. Bologna | Italien

  3. hellwach Festival | Deutschland

  4. Momix Festival | Frankreich

  5. BIM BAM Festival Salzburg | Österreich

  6. Kaolin et Barbotine | Frankreich

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GEGENÜBER - Gastspiele

:

Premiere: 23. September 2017

HELIOS Theater


Regie | Barbara Kölling

Spieler | Michael  Lurse, Marko Werner

Videokünstlerin |  Alexandra Dementieva

Software | Yacine Sebti

-_Buehne.html

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Oktober 2019

HELIOS Theater


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